Authorpascal

Ich, der WLAN-Hacker…


Passiert am Wochenende in einer kleinen Pension in Tschechien:
Eines Abends war das Gäste-WLAN ohne Funktion. Das heisst, die Verbindung zum WLAN konnte aufgebaut werden, aber kein Internet war verfügbar. Für mich ein klares Zeichen dafür, dass sich der Router aufgehängt hat. Diese Erfahrung habe ich in den letzten Jahren mit diesen Dingern gemacht…
Das Problem war aber, wie sagt man dies der Serviertochter, die nur Tschechisch und ganz, ganz wenig Deutsch kann? Gar nicht.
Also habe ich es auf die gute alte Tour versucht. Nämlich über die IP-Adresse am Router anzumelden und dann versuchen die richtige Benutzernamen/Passwort-Kombination herauszufinden.
Normalerweise würde ich den Typ/Hersteller des Routers nachschauen und dann mithilfe von Google das Default-Passwort herausfinden. Da das Internet aber nicht funktionierte und ich dafür vorerst keine Roamingkosten generieren wollte, wurde ich halt kreativ und habe die Bruteforce-Methode angewandt. Nein, nicht wirklich…
Nach zwei Sekunden überlegen, habe ich die erste Kombination admin/admin eingegeben und… ich war drin.
Somit hatte ich den kompletten Internetverkehr in der Pension in meiner Hand. Und was macht ein White-Hacker?
Ich habe den Router neugestartet und sonst das Gerät so gelassen, wie es war. Zuerst hatte ich noch überlegt, ob ich dem Personal etwas von der Sicherheitslücke erzählen soll, habe dann aber darauf verzichtet, da ich wegen Verständigungsproblemen, nicht noch in Schwierigkeiten kommen wollte.
Ach ja, danach hat das WLAN wieder Zugriff zum Internet und wir konnten unsere Updates auf FB machen.

Die Lektion: Wenn man schon das WLAN-Passwort an fremde Personen gibt, sollte sichergestellt werden, dass nicht mehr das Standard-Passwort gesetzt ist.

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«Leichte Sprache» in der Kantonsverwaltung St. Gallen

Nun will die Verwaltung des Kanton St. Gallen etwas Gutes tun und hat eine erste Botschaft zusätzlich in «Leichter Sprache» publiziert. Soweit so gut.

Diesen Text habe ich mir mal angeschaut und bin der Meinung, dass es hier noch einiges an  Verbesserungspotential gibt. Aber fangen wir mal von Vorne an, bei den Zielgruppen. Hier versucht man vier Personengruppen damit abzufangen: 1. Personen mit Lernstörungen, 2. Analphabeten, 3. Pensionäre und 4. Ausländer. Wenn ich den Text anschaue, dann ist dieser Text aber eher für eine 5. Personengruppe geschrieben, nämlich solche mit speziellen Bedürfnissen. Das soll nicht herablassen tönen, denn auch Personen mit speziellen Bedürfnissen soll man erreichen können.

Hier der Grund, wieso ich bei den anderen vier Personengruppen aber denke, dass diese Texte unpassend sind:

  • Personen mit Lernstörung oder Analphabeten haben nicht per se ein intellektuelles Defizit. Wenn ich schlecht lesen kann, dann spielen die verwendeten Wörter eine sekundäre Rolle. Natürlich ist es ein riesiges Problem, wenn es sich um Amtsdeutsch handelt, mit Schachtelsätzen und unbekannten Fremdwörtern handelt, aber dazu noch später.
  • Pensionäre werden auch nicht per se zum Zielpublikum dieser Art von Publikation. Diese sehen mit den Jahren vieleicht schlechter, aber sonst sind die meisten im Kopf noch fit wie ein Turnschuh. Demenz ist ein anderes Thema, aber da gehören sie dann wieder zur fünften Personengruppe.
  • Ausländer: Tja, da ist die Schweiz aus meiner Sicht zu gutmütig. Ein Grundverständnis der (Hoch-)Sprache des Landesteiles wo man lebt, sollte aus meiner Sicht nach 6 Monaten ein Muss sein… Aber dazu möchte ich mich nicht weiter äussern, da ich nicht in die rechte Schublade gesteckt werden will, wo ich mich definitiv NICHT sehe!

Jetzt aber nochmals zu den Inhalten. Hier fehlt mir noch eine Strukturierung durch Überschriften. Mindesten eine Auszeichnung solcher. Eine Seitenweise Auflistung von ein-, zweizeiligen Absätzen entspricht nicht meinem Verständnis eines gut lesbaren und verständlichen Textes.  Wieso man bei Aufzählungen auf Aufzählungszeichen verzichtet, ist mir auch schleierhaft, denn dadurch wird der Text schwerer verständlich. Nun ja, vielleicht können Personen mit speziellen Bedürfnissen mit Aufzählungszeichen vielleicht nichts anfangen, aber ganz sicher würde es den Zielgruppen 1 bis 4 helfen.
Soweit meine Gedanken zu den paar Seiten Text, den ich dafür analysieren konnte.

Trotzdem habe ich noch etwas: Was belustigend ist der Fakt, dass der Kanton St. Gallen die sonst verwendete Sprache «Schwere Sprache» nennt… Nicht «normal», sondern «schwer»! So und da fühle ich mich als Nicht-Jurist und nicht Staatsangestellter ausgegrenzt. Also verstösst die «Schwere Sprache» gegen die gesetzlich geforderte Inklusion.
Und deshalb hier mein Vorschlag: Wieso kreiert man nicht eine «Normale Sprache» für alle amtlichen Dokumente? So wie eine Person mit speziellen Bedürfnissen ein Problem beim Verstehen von «normalen» Texten hat, so hat die Mehrheit der Schweizer auch ein Problem beim Verstehen des Amtsdeutsch der «Schweren Texte». Sprache wandelt sich, wobei die Amtssprache immer irgendwie einige Dekaden nachhinkt. Oder sehe ich dies komplett falsch?

ESC – belanglos und schräg, aber trotzdem irgendwie kultig

Als heterosexueller Westeuropäer bin ich nicht gerade das Zielpublikum des ESC, aber trotzdem schaue ich gerne jedesmal diesen Trash. Dieses Mal aber mit dem Alternativton und nicht mit Sven…
 
 Hier also die besten Sprüche von Peter Schneider (DRS3) und dem anderen Schnorri (Vetter):
 „Social media ist wie ein Pager, aber ohne Menschen drin…“
 „…es ist schön… (der Ausschnitt der Estnin)“
 „…und dafür bezahle ich Bilag…“
 „für dich ist jede Frau mit Rock herzig“
 „…hört sich an wie DJ Bobo, als er noch Bäcker war…“
 „…Das Lied war wie ein Sozialarbeiter-Krimi…“
 „Slatan kann alles besser…“
 „die Visualshow ist fantastisch, sie könnte von Roger Staub sein…“
 „…Ein süsser kleiner Hypster…“
 „…Australien ist Pöschwies im Pazifik…“
 „…Belgien und Österreich haben eine lange Kellertradition…“
 „…I’m gonna get that Hitler guy…“
 „…I got the Bauer…“
 „…Gitarre mit WLAN Strom…“
 „…70 Jahre später verbrennen sie nicht mehr Bücher, sondern Klaviere…“
 „…Schamhaartransplantat: Service Pubic…“
 „…Das Dekolleté ist der neue Bauchnabel…“
 „…Ein Opferlied an den griechischen Gott XEROX…“
 „…Tonsprung: Oktave Maria…“
 „…musikalisches Waterloo…“
 „…Der Schneemann ist noch nicht explodiert, wie gehen noch nicht heim…“
 „…österreichischer Ganzkörper -Kondom…“
 „…don’t mention the wall…“
 „…Das Bühnenbild einer Gardinenfabrik…“
 „…die Königin von Saba…“
 „…Brust nicht rasiert? Nein, Arschgeweih am Dekolleté…“
 „…Der Mann symbolisiert die KESB…“
 „…Lippenstift wie Monika Kälin früher…“
 „…Jetzt kuck mal diese Overknees…“
 „…Tränen aus Quecksilber…“
 „…Bei der würde ich hinten auf dem Motorrad mitfahren…“
 „…die Tänzer sind Studienabbrecher der Dimitri Pantomimenschule…“
 „…komm schnell, da hat es ganz herzige Blondchen…“
 „…Marilyn Monroe nach der Biotta-Kur…“
 „…Sie hat so einen verzweifelten Gesichtsausdruck, das mag ich…“
 „…Ich würde gerne auch so ein Kleid anhaben, aber die Welt ist noch nicht bereit dafür…“
 „…Davon kann man auch schwanger werden…“
 
 Übrigens habe ich oben extra DRS3 geschrieben. Die Bezeichnung SRF ist aus meiner Sicht ein riesengrosser Seich und ich ignoriere es.
 
 Und jetzt habe ich genug und gehe schlafen. Wer hat gewonnen? Keine Ahnung, aber wen interessiert das überhaupt?
 
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Becoming Steve Jobs: The Evolution of a Reckless Upstart Into a Visionary

Das ist nun das vierte Buch, das ich über Apple gelesen habe. Angefangen hat alles mit «Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers». Dann folgten «iWoz – Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitgründete» und «Jony Ive – Das Apple-Design-Genie».
Nun alle das wahrscheinlich letzte Werk, bevor dann irgendjemand ein Buch über Tim Cook erscheint. Zum zweiten Mal erschien nun ein Buch über Steve Jobs.
Das interessante an dem Buch ist dass die Autoren es geschafft haben wirklich nochmals eine andere Seite von Jobs zu zeigen. Natürlich bestätigen sich im Buch all die «schlimmen» Charakterzüge von ihm, was man aber auch sehen kann, ist dass es scheinbar eine positive Entwicklung gab. Zumindest steht das im Buch und was geschrieben ist, ist ja auch wahr, oder?
Mir war zwar bewusst, dass Jobs bei Apple einen symbolischen Jahreslohn von einem Dollar hatte. Jetzt weiss ich auch wieso er sich dies leisten konnte: Beim Verkauf von Pixar an Disney hat er 7.4 Milliarden US$ verdient. Mit dem Geld macht man wirklich nur noch das, was einen interessiert. Zumindest haben seine Witwe und die Kinder und deren Kindeskinder bis in alle Ewigkeit ausgesorgt.
Mit dem Hintergrund aller anderen Bücher, welche ich in den letzten 18 Monaten gelesen hatte, ergab dieses Werk einen runden Abschluss. Und wenn man sich für Technologie interessiert, dann ist das Werk interessant zu lesen, wobei mir einige Stellen etwas zu langatmig waren und ich das Gefühl hatte, dass die Autoren die Kapitel teilweise etwas «strecken» mussten.
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Hei Migros, WTF?

Zugegeben, manchmal gibt es «First-World»-Probleme, aber trotzdem regt es mich auf, wenn es mich betrifft.

Neulich in der Migros: Ich kaufe spät am Samstag, in Ermangelung von Alternativen, ein Léger Proteinbrot. Mit Proteinbrot mache ich seit einigen Monaten mein Mittagessen, halt um Kohlenhydrate zu reduzieren.
Dass das Léger-Brot nicht schmeckt, sei dahin gestellt (ist ja bei Light-Produkten so zu erwarten) und dass ich, weil es so trocken war, daran fast erstickt bin auch. Was mich total aufgeregt hat, ist der Fakt, dass es 7 Scheiben Brot drin hat. Wieso in Gottesnamen eine ungerade Zahl? Für jeden Tag der Woche ein Stück Brot für den Emeriten oder will damit Schneewittchen die 7 Zwerge füttern? WFT? Und das ist nicht das erste Mal, dass ich feststellen muss, dass es ungerade Stückzahlen bei Migros hat. Das gleiche ist mir auch schon bei Toast aufgefallen. Und wenn man für die Kinder Schinken-Käse-Toasts macht, braucht man «verdamminonämol» eine gerade Anzahl Toastscheiben.

Also Migros: Bevor ihr wieder mal tausende von Franken für eine nette Werbekampagne ausgebt. Macht mal die Zahlen gerade. Das würde mir und wahrscheinlich vielen anderen Kunden viel mehr gefallen.

P.S.: Ihr dürft das auch gerne an Migros retwitten!

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Stinkige Visitenkarte der Schweiz

Da ich öfters mit dem Flugzeug unterwegs bin, besuche ich auch ab und zu das stille Örtchen an einem Flughafen.

Aus meiner Zeit bei einem namhaften Schweizer Sanitärhersteller weiss ich, dass nur schlechtgeputzte Toiletten stinken. Frischer Urin stink nicht. Erst nach ein, zwei Tagen fängt dieser zu stinken an.

Letzte Woche bin ich also im Gate E des Flughafen Zürich und besuche vor dem Abflug die Toilette. Obwohl die Putzmannschaft gerade am Abschliessen der Reinigung war (der Boden wurde noch feucht aufgenommen und das macht man ja bekanntlich zum Schluss), hat die Toilette so schlimm gestunken, dass einige Passagiere wieder Rückwärts raus sind und sich auf die freundliche Toilette im Flieger gedulden wollten. Noch nie habe ich in der Schweiz eine solch stinkende Toilette in einem Gebäude gesehen, äh gerochen. Nicht mal im Hochsommer mit den wasserlosen Pissoirs an einem Festival. Wenn jemand Durchfall hat, dann riecht es ja entsprechend, aber so nach «Pisse», sorry für diesen Ausdruck, darf eine Toilette nie stinken. Dies ist ja eine super Visitenkarte für den Flughafen Zürich und auch die Schweiz. Das Letzte an was Touristen nach einer perfekten Woche in der Schweiz erinnern, ist der infernale Gestank der Toilette. Das kann doch nicht sein.

Aber eben genau das passiert, wenn man solche Aufgaben an externe Dienstleister vergibt und nur auf die Kosten schaut. Dann leidet die Qualität darunter und das Stink wortwörtlich zum Himmel.

Nachtrag 19.5.2015: In Terminal A war es heute in Ordnung.

 

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Das beste OS X Tool

Da ich seit Jahren an der Arbeit Windows und privat OS X verwende, kenne ich beide Betriebssysteme mit deren Vor- und Nachteilen.
OS X ist für mich natürlich das Betriebssystem der Wahl, aber eine Sache hat mich bis heute total genervt: Das Ausrichten/Positionieren der Fenster. Bei Windows 7 geht das ja so einfach. Nur das Fenster oben «packen» und auf die gewünschte Kante ziehen und loslassen. Schon wird das Fenster entsprechend skaliert and positioniert.
Bei OS X ist dies nicht möglich und ein Fenster in der maximalen Grösse anzuzeigen ohne in den Vollbildmodus zu gehen, bedeutet jedesmal manuelle Friemelei. Und das nervt massiv; bis heute hat Apple es nicht geschafft eine gescheite Lösung zu finden.

Jetzt habe ich ein kostenloses Tool gefunden, das genau dieses macht und sogar noch besser. Es heisst Spectacle und ist unter der eigenen Webseite (Installer) oder Github  (zum Selberbacken) herunterzuladen.

Nach der Installation kann man das aktive Fenster einfach durch Tastenkombination auf Vollgrösse bringen oder in eine Hälfte des Bildschirmes skalieren und positionieren. So gut und einfach, dass ich für dieses Tool sogar bezahlen würde. Und mit der Möglichkeit auf mehreren Schreibtischen arbeiten zu können, ist OS X in dieser Hinsicht beim Arbeitsworkflow nun perfektioniert worden. Und jetzt vermisse ich diese Funktion bei meiner täglichen Arbeit auf der Dose.
Dieses Tool ist ein absolutes Muss!

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How Dude are you?

Der Dude aus dem Film «The Big Lebowski» hat bei vielen Kultstatus. Mit einem neuen Tool kann nun jedermann herausfinden, wie viel Dude in ihm steckt.

Auf how-dude.me erzielt der originale Dude (gespielt von Jeff Bridges) auf der Dude-Skala 99 Punkte.

Ich habe 100%! Zumindest in meinem Alpöhi-Ferienlook auf der Baustelle. Mein Büro-Babyface bekommt dann nur noch 71%.

50 Franken für eine bessere Welt

Ich gebe es zu, bei Strassensammlungen für Hilfswerke gab und gebe ich nie etwas. Dort weiss man nie, wieviel des Geldes wirklich ankommen und was für die Drückertruppe ausgegeben wird. Und das ist manchmal mehr, als die in Not leidenden Personen bekommen.

Trotzdem habe ich mich nun entschieden zu spenden. Und zwar monatlich 50 Franken bei einer Sache, wo ich das Gefühl habe, dass meine Spende auch dort ankommt. Unter http://www.kinderhilfswerk-noah.org/ werden Paten für Waisenkinder in Syrien gesucht. Facebook-Seite. Ein Tropfen auf den heissen Stein, aber besser als nichts und ein Meer besteht ja bekanntlich auch nur aus vielen Tropfen…

Wir (meine Frau und ich) haben uns spontan für diese Hilfe entschieden. Wenn man selbst Kinder hat, dann treffen einen diese Schicksale noch tiefer. Wir haben uns für die 11-jährige Raean und deren Geschwister entschieden. Mehr Informationen werden wir jetzt per Post bekommen. Die Patenschaft ist für 12 Monate angelegt, wobei ich keinen Grund sehe, der Familie auch noch etwas länger zu helfen. Zumindest solange, bis man in Syrien wieder ein normales Leben führen kann.

Wenn man so Schicksale mitbekommt, dann bis ich umso dankbarer und glücklicher in der Schweiz zu leben. Uns geht es verdammt gut!

Rückläufige Übernachtungen auf Schweizer Campingplätzen

Und schon hört man das Jammern in aller Munde. Seit 2009 sollen die Übernachtungen um etwa 25 Prozent zurückgegangen sein.

Gut bin ich im Jahr einige Wochen und Wochenenden auf Zeltplätzen zu Hause. Genug Erfahrung, um hier meinen Senf dazu zu geben. Nebst zwei 2-Mann-Zelten, habe ich noch ein 4-Mann-Zelt und ein Familienzelt mit 40m². Je nach Anzahl Personen und Aufenthaltsdauer wird da kräftig variiert und von sehr spartanisch bis luxuriös mit aufblasbarem Ecksofa campiert.

Zum Thema: Natürlich war der letzte Sommer ziemlich besch…en. Ich habe einige Male ein nasses Zelt eingepackt, aber nur dem Wetter die Schuld an den schlechten Zahlen zu geben, ist mir etwas zu einfach.

Aus meiner Sicht fehlt es bei den Schweizer Campingplätzen an Flexibilität, gutem Service und Schlechtwetterprogrammen.

Ein Beispiel: Ich wollte letzten Sommer für 4 Tage in Disentis auf den TCS-Campingplatz. Da ich meine Ferien gerne stresslos habe, tauche ich – wenn möglich – nicht spontan auf und frage nach einem Stellplatz. Da aber nur Reservationen ab 7 Tagen angenommen wurden, habe ich entschieden meine Ferien an einem anderen Ort und dem Wetter angepasst zu machen. Hätte ich nämlich Reservieren können, so hätte ich auch die 4 Tage in Disentis verbracht. Deshalb muss der TCS in seinem Jahresbericht gar nicht jammern. Selber Schuld!

Auf der anderen Seite habe ich auch kleine Campingplätze besucht. Und wenn dort auch zur Hauptferienzeit quasi nur “Notbetrieb” herrscht, man 2 Stunden am Tag eine offene Rezeption hat und irgendwo auf einem ungepflegten Acker zelten muss, dann ist dies auch nicht so prickelnd. Es ist ja nicht so, dass ich 24/7 einen offenen Shop oder Restaurant erwarte. Wenn man aber nur schon für ein Glace jemanden zum Öffnen des Shops anrufen muss, dann wird es leicht mühsam.

Campieren ist eine Tätigkeit, die draussen gemacht wird. Das ist ja schon länger bekannt und das Wetter lässt sich ja bis heute auch nicht beeinflussen. Tja, leider haben dies einige Campingbetreiber noch immer nicht gemerkt… Mein Tipp: Setzt euch mal im Winter hin und überlegt euch einige Schlechtwetterprogramme, so dass die Kunden auch wenn es unerwarteterweise Regnen sollte, Ideen bekommen, was man machen kann. Und macht aktiv Werbung dafür; am besten schon auf der Webseite. Dann wissen die Kunden nämlich, dass sie auch bei schlechtem Wetter nicht “im Regen stehen”. Oder stellt zum Beispiel ein Spielzelt auf, damit Kinder auch bei Regen sich bewegen können und den Eltern nicht die letzten Nerven rauben. Ideen gäbe es viele. Hoffen wir, dass die Branche sich aus dem Jammertal bewegt und sich endlich bewusst wird, dass man sich auch beim Camping weiterentwickeln muss. So wie bei den Zelten: Baumwollzelte sind so gut wie weg und bald verschwinden auch die Zeltstangen und machen Platz für die “aufblasbaren” Zelte. Aber wehe, man vergisst die Pumpe zu Hause; dann können aktuell die meisten Campingplätze auch nicht weiterhelfen.

 

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