KategorieBuchbesprechung

Becoming Steve Jobs: The Evolution of a Reckless Upstart Into a Visionary

Das ist nun das vierte Buch, das ich über Apple gelesen habe. Angefangen hat alles mit «Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers». Dann folgten «iWoz – Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitgründete» und «Jony Ive – Das Apple-Design-Genie».
Nun alle das wahrscheinlich letzte Werk, bevor dann irgendjemand ein Buch über Tim Cook erscheint. Zum zweiten Mal erschien nun ein Buch über Steve Jobs.
Das interessante an dem Buch ist dass die Autoren es geschafft haben wirklich nochmals eine andere Seite von Jobs zu zeigen. Natürlich bestätigen sich im Buch all die «schlimmen» Charakterzüge von ihm, was man aber auch sehen kann, ist dass es scheinbar eine positive Entwicklung gab. Zumindest steht das im Buch und was geschrieben ist, ist ja auch wahr, oder?
Mir war zwar bewusst, dass Jobs bei Apple einen symbolischen Jahreslohn von einem Dollar hatte. Jetzt weiss ich auch wieso er sich dies leisten konnte: Beim Verkauf von Pixar an Disney hat er 7.4 Milliarden US$ verdient. Mit dem Geld macht man wirklich nur noch das, was einen interessiert. Zumindest haben seine Witwe und die Kinder und deren Kindeskinder bis in alle Ewigkeit ausgesorgt.
Mit dem Hintergrund aller anderen Bücher, welche ich in den letzten 18 Monaten gelesen hatte, ergab dieses Werk einen runden Abschluss. Und wenn man sich für Technologie interessiert, dann ist das Werk interessant zu lesen, wobei mir einige Stellen etwas zu langatmig waren und ich das Gefühl hatte, dass die Autoren die Kapitel teilweise etwas «strecken» mussten.
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Tom Clancy – Command Authority

Ich gebe es zu: ich bin ein Fan von Jack Ryan seitdem ich vor ca. 15 Jahren Rainbow Six von einem Arbeitskollegen bekommen hatte .

Inzwischen habe ich das Buch auch nochmals als ebook gelesen.

Deshalb habe ich auch Command Authority auf die Seite gelegt, um es zum richtigen Zeitpunkt lesen zu können und das war nun in den Ferien. Also habe ich mit Spannung und Vorfreude angefangen dieses Buch zu lesen .

Zum Faszinierenden am Buch: Schon 2013 handelt das Buch von einem Einmarsch der Russen in der Ukraine. Namen wie Donezk und auch die Besetzung der Krim werden beschrieben. So wie es leider ein Jahr später Realität wurde.
Wie immer wird in dieser Buchreihe detailliert auf die verwendeten Waffen eingegangen und Szenen beschrieben, die ich mir in der Realität so gut vorstellen könnte. Und natürlich retten die USA am Schluss wieder die unfähigen Europäer. Wäre ja erstaunlich, wenn es nicht so wäre. Das die Russen dabei wieder ihr Fett abbekommen und so wirklich alle Klischees erfüllen ist ja wohl klar. Aber wie zu Beginn schon erwähnt, bin ich ein Fan dieser Buchreihe und sehe darüber hinweg. Sogar wenn man bei dem fiktiven Personen eine ukrainische Oppositionsführerin mit hochgesteckten Zöpfen hat und der russische Präsident von KGB abstammt…

Wie gesagt, da bin ich nicht mehr ganz so neutral. Trotzdem habe ich die Geschichte, welche sonst einigermassen Solide daherkommt, an einem Punkt nicht abgekauft. Und zwar dort, wo sich das Team von Rainbow Six anhand eines Fotos entschliesst mal in die Ukraine zu fliegen und dort zu prüfen, wieso sich dort ein russischer Mafiosi herumtreibt. Einfach so, da sie nichts besseres zu Urin hatten, als den CIA in den Garten zu pinkeln. Leider, denn nach diesem Zeitpunkt – und das war noch ziemlich am Anfang des Buches – waren für mich auch die folgenden Kapitel auf Sand gebaut. Damit hat aus meiner Sicht der Autor die ganze Geschichte kaputt gemacht.
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Joey Kelly – America for Sale

Das Buch hört sich vom Konzept her ja schon mal interessant an: Einmal quer durch die USA von West nach Ost, ohne Geld in der Tasche. Alles Geld zum Leben muss erarbeitet werden und geschlafen wird nur „auf der Strasse“.

Somit gehe ich mit einigen Erwartungen in das erste Kapitel hinein und werde umgehend enttäuscht. Joey nimmt dank seiner Bekanntheit am ersten Tag beinahe die komplette Reisekasse als „Almosen“ rein. Schön für Joey, aber ein Nobody hätte hier keine Chance gehabt. Die zweite Enttäuschung ist die eigentliche Reise. Nicht dass diese interessant wäre, jedoch wird zu 2/3 im Buch über Joey’s Extremwettkämpfe oder die Geschichte der Kelly Family erzählt. Eigentlich müsste das Buch wie folgt heissen: Zurück in die USA, um nochmals die Geschichte der Kelly Family zu erzählen…“. Nur dass bei diesem Titel niemand das Buch lesen möchte.

Nun aber das Interessante über das Buch. Obwohl ich kein Fan der Kelly Family war oder jemals werde, hat mir das Buch gefallen, da ich unbelastet etwas über deren Geschichte erfahren habe. Die unbelastete Art hat es geschafft eine gewisse Sympathie für diese langhaarigen schlechtgekleideten Iren zu spüren. Joey kenne ich nur von seinen Auftritten aus den verschiedenen TV-Total-Ablegern, wo er eher als etwas eingebildet erscheint. Wobei ich jetzt mehr das Gefühl habe, dass er einfach der knallharte Wettkämpfer ist, der den unbedingten Willen zum Siegen hat und deshalb ein wenig schief rüberkommt.

Eine weitere Kritik am Buch: Alles wird bis ins Detail erklärt, so dass es auch jeder noch so ungebildete Geschichtsignorant versteht. Vielleicht hat man sich dabei auch die Zielgruppe der TV-Total-Zuschauer als Messlatte genommen… Ist zwar nett für die Doofen, aber für mich war eine Erklärung zum Grund von Ground Zero oder 9/11 total überflüssig. Wie auch was die NRA ist und dass man in den USA alles mit dem Auto erledigt uvm.

Fazit: Leichte Lesekost, angenehm aber ohne literarische Höhepunkte geschrieben. Ideal als Lesestoff für den Urlaub oder auf lange Reisen. Und macht Lust Joey persönlich kennen zu lernen. Scheint mir doch ein netter Kerl zu sein, der trotz seiner Geschichte auf dem Boden geblieben ist.

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