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Das Buch hört sich vom Konzept her ja schon mal interessant an: Einmal quer durch die USA von West nach Ost, ohne Geld in der Tasche. Alles Geld zum Leben muss erarbeitet werden und geschlafen wird nur „auf der Strasse“.

Somit gehe ich mit einigen Erwartungen in das erste Kapitel hinein und werde umgehend enttäuscht. Joey nimmt dank seiner Bekanntheit am ersten Tag beinahe die komplette Reisekasse als „Almosen“ rein. Schön für Joey, aber ein Nobody hätte hier keine Chance gehabt. Die zweite Enttäuschung ist die eigentliche Reise. Nicht dass diese interessant wäre, jedoch wird zu 2/3 im Buch über Joey’s Extremwettkämpfe oder die Geschichte der Kelly Family erzählt. Eigentlich müsste das Buch wie folgt heissen: Zurück in die USA, um nochmals die Geschichte der Kelly Family zu erzählen…“. Nur dass bei diesem Titel niemand das Buch lesen möchte.

Nun aber das Interessante über das Buch. Obwohl ich kein Fan der Kelly Family war oder jemals werde, hat mir das Buch gefallen, da ich unbelastet etwas über deren Geschichte erfahren habe. Die unbelastete Art hat es geschafft eine gewisse Sympathie für diese langhaarigen schlechtgekleideten Iren zu spüren. Joey kenne ich nur von seinen Auftritten aus den verschiedenen TV-Total-Ablegern, wo er eher als etwas eingebildet erscheint. Wobei ich jetzt mehr das Gefühl habe, dass er einfach der knallharte Wettkämpfer ist, der den unbedingten Willen zum Siegen hat und deshalb ein wenig schief rüberkommt.

Eine weitere Kritik am Buch: Alles wird bis ins Detail erklärt, so dass es auch jeder noch so ungebildete Geschichtsignorant versteht. Vielleicht hat man sich dabei auch die Zielgruppe der TV-Total-Zuschauer als Messlatte genommen… Ist zwar nett für die Doofen, aber für mich war eine Erklärung zum Grund von Ground Zero oder 9/11 total überflüssig. Wie auch was die NRA ist und dass man in den USA alles mit dem Auto erledigt uvm.

Fazit: Leichte Lesekost, angenehm aber ohne literarische Höhepunkte geschrieben. Ideal als Lesestoff für den Urlaub oder auf lange Reisen. Und macht Lust Joey persönlich kennen zu lernen. Scheint mir doch ein netter Kerl zu sein, der trotz seiner Geschichte auf dem Boden geblieben ist.

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