Print Friendly

Danke unbekannter Mitbürger, der den steinigen Weg bis ans Bundesgericht in Kauf genommen hat. Nun ist es amtlich, dass die Billag die MwSt gar nicht hätte verrechnen dürfen.

Gut habe ich noch eine Rechnung von dem Verein offen. Da ziehe ich doch glatt die MwSt ab. Und wenn die Meckern wollen, dann gehe ich halt auch vor den Kadi.

Ich stelle die Radio- und TV-Empfangsgebühren ja nicht prinzipiell in Frage. Soll DeWeck doch seine halbe Kiste im Jahr bekommen. Die Alternative, nämlich gar kein SRF mehr und dafür 5+, 6+, 7+ etc. wäre auch nicht wirklich der Hit. Geschweige vom deutschen Trash-TV, um das man dann gar nicht mehr herumkommen würde. Und ab und zu macht auch das SRF tolle Sendungen oder kauft diese mit meinen Gebühren zumindest ein 😉

Was für mich aber unverständlich ist, ist der Fakt, dass heute schon faktisch jeder Haushalt die Billag-Gebühren bezahlen muss. Wieso spart man sich dann nicht die 30! Millionen Verwaltungskosten und verrechnet dies mit der normalen Steuer? Wieso muss man diesen verhassten Moloch mitfinanzieren? Natürlich wären dann ein paar nette Billag-Kontrolleure arbeitslos, aber die könnte man dann ja auch als Billet- oder Parkplatzkontrolleure (Politessen) einsetzen. Wäre für die ja fast das gleiche und würde eben der Gemeindekasse noch Kohle einbringen.

Falls jemand meint, dass er zu unrecht die Radio- und TV-Gebühren bezahlt, weil er/sie auf einem anderen Planeten lebt und keinen Empfang hat, dann soll man sich dies streichen lassen können. Man hätte ja mit der Aufhebung der Billag schon eine Manövriermasse von 30 Millionen Franken. Für das Geld könnte man ohne Verluste über 60’000 Ausnahmen machen ohne dass weniger Geld zum Verteilen da wäre! Bei der Kirchensteuer geht es ja auch. Wenn ich dann mit gutem Gewissen doch noch zur Kirche gehen kann, ist es trotzdem möglich sich als konfessionslos zu deklarieren und damit die Kirchensteuer einzusparen. Auch dort kommt der Pfarrer nicht an meine Haustür und prüft, ob ich noch bete oder gläubig bin. Zugegeben, das ist in einer grossen Stadt einfacher als auf dem Land, aber theoretisch auch dort machbar.

Für mich und viele Andere stellt sich aber ab heute nur noch die eine Frage: Wann bekommen wie die zu unrecht einkassierte MwSt wieder zurück? Und ja, mit Zinsen! Aber kommt mir ja nicht mit der Ansage, dass man dies im Computersystem nicht mehr rückwärts nachvollziehen kann, dann würde ich nämlich gleich mal den CIO und dessen Vorgesetzten auf die Strasse stellen. Die Daten sind/müssen da sein. Was es braucht, ist der Wille dazu und jemand der sich auch für den Kunden einsetzt und in ihm nicht nur einen potentiellen Gebührenunterschlager sieht!

 

.over-ende-und-out