MonthJuni 2015

Apple killt sein App-Ecosystem

Gestern war es wieder soweit. An der WWDC 2015 wurden die Softwareupdates von Apple vorgestellt. Vor allem bei iOS wurde viel unter der Haube gemacht und bestehende Apps verbessert und einige neue herausgebracht.

Apple hat ja den Vorteil, dass sie genau wissen, welche App wieviel Mal gekauft wird; somit kann auch der Bedarf der Benutzer einfach erkannt und zu Apples Nutzen eingesetzt werden. Dies zum Leid der unabhängigen App-Hersteller, die innerhalb von Tagen von einer glänzenden Zukunft in ein dunkles Tal der Tränen stürzen können. Ich rede hier aber nicht vom  «armen» Google, welches man mit Apple-Apps konkurrenziert, sondern von den kleinen Firmen, denen Apple wirklich Schaden zufügen kann. Aktuell kommen mit iOS9 die Apps Flipboard, Spotify, Wunderlist und Evernote massiv in Bedrängnis, zumindest das kann ich anhand der letzten Keynote sagen. Nun, Wunderlist tut es nicht mehr weh, da diese erst letzte Woche für 200 Millionen von Microsoft gekauft wurden. Die haben einen sauberen Exit geschafft und müssen iOS9 nicht mehr fürchten.

Bei den anderen Herstellern sieht es anders aus. Ich will hier aber nicht konkret auf die einzelnen Tools eingehen, sondern auf das prinzipielle Vorgehen von Apple, welches auf lange Sicht falsch ist und den App-Markt (zer-)stören wird.

Niemand hat etwas dagegen, wenn Apple sein Betriebssystem verbessert und es mit schon lange überfälligen Funktionen erweitert. Kein Thema, das muss sogar sein. Ist es sogar legitim, dass man Funktionen, welche von Drittherstellern angeboten werden, in sein geschlossenes System implementiert. Was aber falsch ist, ist dass man diesen Firmen dafür nichts bezahlt. Zumindest dann, wenn es so offensichtlich ist, wie zum Beispiel mit Apple Music und Spotify oder Pandora. Hier muss Apple einen neuen Kurs einschlagen: Entschädigt die Firmen zumindest mit einem realen Preis. Also vielleicht nicht hunderte von Millionen wie bei einem Exit, aber ein paar Dutzend Millionen dürften es schon sein, denn diese haben das Fundament gelegt, damit ihr noch mehr Gewinn einfahren könnt. Mit den –zig Milliarden an Barreserven, kann sich das Apple aus der Portokasse leisten.

Natürlich muss das Apple nicht tun, aber schauen wir die Situation aus Sicht der App-Entwickler an: Für die ist klar, dass sobald deren Geschäftsidee (zu) erfolgreich wird, diese von Apple kopiert wird und somit dies das Ende der App/Unternehmen bedeuten kann. Die Konsequenzen daraus? Nun, die sind unklar, aber es wird nicht dazu führen, dass das Vertrauen in Apple gesteigert wird. Die Diversifizierungs-Strategie von Apple ist das Problem.  Man macht sich am Ende mehr kaputt, als dann man gewinnen wird.

Mein Tipp an die Jungs aus Cuppertino: Wenn ihr euch schon von anderen Firmen «inspirieren» lässt, dann zahlt den Firmen auch anständig Geld dafür. Und aus dem Vorgehen könnte man auch sehr gut ein Geschäftsmodell machen –> Aussergewöhnlich gute Apps werden von Apple «offiziell» zu fairen Preisen gekauft. Dies gäbe eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Und wenn der Hersteller dies nicht will, dann sei es so.

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WLAN-Router sollen unsere Handys aufladen

Davon rede ich doch schon seit Jahren. Schön, dass die Forschung nun auch diese Idee hatte. Ich erinnere mich noch an die Gewerbeschule vor 30 Jahren. Schon da hatte mir der Lehrer für Elektrotechnik erzählt, dass die Bauern in der Nähe des Landessenders Beromünster die Neonröhren nur einmal zünden mussten und diese dann durch die Radiowellen weiterleuchteten… Und wenn wir schon die Umwelt mit dem Elektrosmog vollpumpen, wieso können wir dann diese Energie nicht auch fürs Laden/Betreiben von Geräten brauchen?

Erste Tests mit dem neuen Stromversorgungs-System sind bereits erfolgreich verlaufen. So ist es den Forschern gelungen, Handys in einer Modem-Entfernung von bis zu 8,5 Metern aufzuladen.

Das wäre vielleicht auch die Lösung, um die Apple Watch dann wirklich länger als 16 Stunden betreiben zu können.

Jedenfalls ist das dann sicher ein Grund für mich mal wieder auf neue Endgeräte umzusteigen.

 

Quelle: 20 Minuten – WLAN-Router sollen unsere Handys aufladen – News

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Ich, der WLAN-Hacker…


Passiert am Wochenende in einer kleinen Pension in Tschechien:
Eines Abends war das Gäste-WLAN ohne Funktion. Das heisst, die Verbindung zum WLAN konnte aufgebaut werden, aber kein Internet war verfügbar. Für mich ein klares Zeichen dafür, dass sich der Router aufgehängt hat. Diese Erfahrung habe ich in den letzten Jahren mit diesen Dingern gemacht…
Das Problem war aber, wie sagt man dies der Serviertochter, die nur Tschechisch und ganz, ganz wenig Deutsch kann? Gar nicht.
Also habe ich es auf die gute alte Tour versucht. Nämlich über die IP-Adresse am Router anzumelden und dann versuchen die richtige Benutzernamen/Passwort-Kombination herauszufinden.
Normalerweise würde ich den Typ/Hersteller des Routers nachschauen und dann mithilfe von Google das Default-Passwort herausfinden. Da das Internet aber nicht funktionierte und ich dafür vorerst keine Roamingkosten generieren wollte, wurde ich halt kreativ und habe die Bruteforce-Methode angewandt. Nein, nicht wirklich…
Nach zwei Sekunden überlegen, habe ich die erste Kombination admin/admin eingegeben und… ich war drin.
Somit hatte ich den kompletten Internetverkehr in der Pension in meiner Hand. Und was macht ein White-Hacker?
Ich habe den Router neugestartet und sonst das Gerät so gelassen, wie es war. Zuerst hatte ich noch überlegt, ob ich dem Personal etwas von der Sicherheitslücke erzählen soll, habe dann aber darauf verzichtet, da ich wegen Verständigungsproblemen, nicht noch in Schwierigkeiten kommen wollte.
Ach ja, danach hat das WLAN wieder Zugriff zum Internet und wir konnten unsere Updates auf FB machen.

Die Lektion: Wenn man schon das WLAN-Passwort an fremde Personen gibt, sollte sichergestellt werden, dass nicht mehr das Standard-Passwort gesetzt ist.

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